Das Gehalt kommt am Monatsende, die Miete wird am Monatsanfang fällig und kurz danach buchen Stromanbieter, Versicherung und Mobilfunkanbieter ab. Auf dem Papier reichen die monatlichen Einnahmen vielleicht aus – auf dem Konto entsteht trotzdem zwischendurch ein Engpass. Dann lohnt es sich, nicht nur auf die Gesamtsumme zu schauen, sondern auch auf den Zeitpunkt der Ein- und Auszahlungen.
Erst die Zahlungstage sichtbar machen
Nimm dir die Kontoauszüge der vergangenen zwei oder drei Monate vor und notiere, wann dein Einkommen eingegangen ist und wann regelmäßige Zahlungen abgebucht wurden. Dazu gehören zum Beispiel Miete, Strom, Versicherungen, Telefon, Mitgliedschaften und vereinbarte Raten. Ergänze Rechnungen, die nicht jeden Monat kommen, mit ihrem Fälligkeitsdatum.
Eine einfache Liste reicht: Zahlung, Betrag und Datum. Markiere anschließend die Tage, an denen mehrere größere Beträge zusammenkommen. So erkennst du, ob das Geld insgesamt nicht reicht oder ob sich vor allem mehrere Abbuchungen ungünstig bündeln.
Prüfen, welche Termine sich ändern lassen
Bei manchen Anbietern kannst du den Abbuchungstag oder das Zahlungsziel anpassen lassen. Frag dafür möglichst vor dem nächsten Fälligkeitstermin nach, ob eine Verschiebung auf einen Zeitpunkt nach deinem Gehaltseingang möglich ist. Das ist nicht bei jedem Vertrag oder Anbieter vorgesehen. Verlass dich erst darauf, wenn du eine Bestätigung erhalten hast.
Für Miete und andere vertraglich festgelegte Zahlungen solltest du die vereinbarten Fristen einhalten. Ändere einen Dauerauftrag deshalb nicht einfach eigenmächtig. Wenn du einen Termin nicht schaffst, melde dich vorher beim jeweiligen Zahlungspartner und kläre, welche Lösung tatsächlich möglich ist.
Einen Zahlungsrhythmus festlegen
Wenn Zahlungstermine angepasst wurden, trage sie in einen Kalender ein und richte bei Bedarf Erinnerungen ein. Daueraufträge kannst du so legen, dass sie rechtzeitig vor dem vereinbarten Fälligkeitstag ausgeführt werden. Plane dabei Banklaufzeiten und Wochenenden mit ein.
Es hilft außerdem, die großen Fixkosten direkt nach dem Gehaltseingang gedanklich oder auf einem separaten Unterkonto zu reservieren. Dann siehst du klarer, welcher Betrag bis zum nächsten Geldeingang für Einkäufe, Mobilität und andere variable Ausgaben übrig bleibt.
Wenn Verschieben allein nicht reicht
Ein anderer Abbuchungstag kann einen zeitlichen Engpass lösen. Wenn die Einnahmen aber dauerhaft niedriger sind als die notwendigen Ausgaben und vereinbarten Zahlungen, verschiebt ein neuer Termin das Problem nur. Dann ist eine vollständige Übersicht wichtig: Was kommt monatlich herein? Welche Ausgaben sind unverzichtbar? Welche Forderungen und Raten laufen parallel?
Mit diesen Zahlen kannst du realistischer einschätzen, welcher Betrag tatsächlich verfügbar ist. Versprich keine Rate, die nur in einem besonders guten Monat funktioniert. Entscheidend ist, was auch dann tragbar bleibt, wenn ungeplante Ausgaben dazukommen.
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